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Miss Päpki

An stressigen Regentagen stelle ich mir gerne vor: Ich sitze in einem wunderschönen Sraßencafe und trinke Milchkaffee, I. malt auf dem Platz vor dem Cafe mit Kreide und die Sonne scheint auf uns.
Heute war so ein Vormittag! Meine wunderbare Freundin Julie und I.s Patentante (http://juliesschoenewelt.blogspot.de) war mit ihrem Freund für das Wochenende nach Köln gekommen. (Sie wohnte früher in Köln und wir gingen zusammen zur Schule. Vor 2 Jahren ist sie nach Berlin gezogen und ich vermisse sie hier sehr)
Wir gingen zusammen zu „Miss Päpki“ am Brüsseler Platz im Belgischen Viertel frühstücken.
„Miss Päpki“ ist ein zauberhaftes kleines Cafe. Kaffee wird in filigranen Porzellantassen mit Rosen und Vögelchen serviert und Käse fürs Frühstück auf einer grün-goldenen Etagere. Jeder Kuchenteller ist besonders. Die Möbel sind weiß und zierlich. An den Wänden hängen neben einer Schmetterlingstapete alte Fotos und Rosenbilder in verschnörkelten Rahmen und auch Porzellantassen schmücken samt Untertellern an der Wand. An der Theke stehen Etageres mit Gebäck. Man kann draußen in der Sonne sitzen oder im Fenster, drinnen an einem großen Tisch oder ganz hinten zurckgezogen auf einer kleinen Bank am Fenster, das auf den Hinterhof hinausgeht. In dem kleinen Cafe sind so viele einzigartige Details zu entdecken, die meist mit Rosen, Schmetterlingen oder Vögeln zu tun haben. Für mich – ein Traum!
Die nostalgische Einrichtung im Shabby Chic-Stil ist süß im wahrsten Sinne des Wortes, aber strahlt wegen der weißen Möbel und hellen Farben Frische aus.
Ein frisch-süßes kleines Cafe.
Der Milchkaffee und der Milchshake aus dem hausgemachtem Himbeereis schmeckten perfekt. Das Frühstück war auch sehr lecker, aber die Zusammenstellung der Frühstücke finde ich nicht so gelungen. Es gibt Obst mit Joghurt, das süße Frühstück, das Käse-, das Lachs-, und das Wurstfrühstück und nur ein kombiniertes Angebot mit Käse und Wurst, das das teuerste ist. Für mich ist das schade, weil ich die Kombination von süß und herzhaft liebe. I. und ich teilten uns das süße Frühstück, darunter köstliche Karamell- und Kokoscreme. Mir war das zu süß. I. natürlich nicht. Er kaute glücklich an seinem Nougatcreme-Croissant und durfte noch zum „Nachtisch“ eine Kugel Eis aussuchen. Auf der Eistheke standen auch bunte Weingummigläser, die I. (zum Glück) nicht auffielen, weil er so mit Eis aussuchen beschäftigt war. Und dann noch die Tortenvitrine… In „Miss Päpki“ ist nicht nur die Einrichtung süß.
Als er satt war, holte I. die Kreide raus. „Miss Päpki“ liegt nicht an der Straße, sondern auf dem Brüsseler Platz. Perfekt zum Vor-dem-Cafe-Spielen. Zufälligerweise war ein (großer, cooler) Junge aus I.s Kindergarten auch da und die beiden freuten sich total. Während wir Kaffee tranken, kletterten sie auf diesen Mäuerchen rum, die mit Bäumen und Büschen bewachsen sind und zwischen Häusern und Kirche stehen. Sie spielten Müllmänner (auf dem Brüsseler Platz für Kinder ein dankbares Spiel, für Eltern weniger ;) ), sie fanden einen Draußen-Hammer (einen abgebrochenen dicken Ast, der wie eine Kreuzung aus Föhn und Hammer ausssah) und stritten sich um diesen Schatz. I.s großes Glück war, dass der Junge den Draußen-Hammer nicht mitnehmen durfte, als er gehen musste.
Im Winter sind Cafes mit Spielecke am entspanntesten, wenn man mit Kind ins Cafe will, aber jetzt im Sommer ist ein normales Cafe auf einem Platz super. Wenn es auch noch hausgemachtes Eis verkauft, ist es perfekt.
Zum Biergarten am Rathenauplatz möchte ich demnächst auch mal gehen. Diesen Sommer ist I. groß genug, dass er schon mal zum Spielplatz gehen kann, während ich noch im Biergarten sitze. Letzten Sommer war der Abstand noch zu groß, aber dieses Jahr reicht es, dass ich ihn im Blick habe.
Es war kein pädagogisch wertvoller Vormittag in der Natur, aber I. war glücklich mit dem kleinen Abenteuer auf den Mäuerchen mit seinem Kumpel. Und ich war glücklich, in der Sonne Kaffee zu trinken, mit Julie zu quatschen und I. beim Spielen zuzugucken. Ich bin ein Cafe-Mensch und solche Stadt-Momente brauche ich zum Auftanken. Städtetrips sind für mich das Tollste und zur Zeit rar. Aber Städtetrip-Feeling in der eigenen Stadt ist auch schön.
I. will bald noch mal zu „Miss Päpki“ und seiner besten Freundin „Miss Päpki“ zeigen.

Signor Verde

Signor Verde‘ ist ein veganes Cafe/Bistro. Hier gibt es Kaffee, Frühstück, Mittagessen, Abendkarte, Eis, Kuchen, Torten komplett ohne tierische Produkte. Früher war das Cafe am Mauritiuswall, ich kannte es damals nicht.
Jetzt befindet sich die ‚meat free zone‘ direkt am Bahnhof Süd gegenüber den Fahrradständern, bzw an der Haltestelle ‚Eifelwall‘ der Linie 18.
Als ich in der StadtRevue die Ankündigung gelesen habe, wurde ich neugierig.
Ich bin nicht Veganerin, aber durch eine vegane Freundin kam ich hin und wieder in den Genuss veganen Schokokuchens oder veganer Dips und war erstaunt, wie gut sie doch schmeckten, denn eigentlich bin ich Milchprodukte-Junkie. Ich esse alles mit Käse oder Quark und liebe Pudding und Milcheis. Aber es scheint auf die richtige Zubereitung anzukommen. Die vegane Freundin ging mit mir mal ins Kalker Trash Chic Burger essen und ich war begeistert von einem veganem Burger Hawaii. Mir fehlte weder das Fleisch noch der Käse.
In Kalk bin ich leider kaum, daher war ich im Trash Chic bisher nicht oft.
Ich glaube, mit ‚Signor Verde‘ wird das anders. Die Lage ist für mich super. Und ich versuche gerade Vegetarierin zu werden (mehr dazu folgt), es fällt mir aber nicht einfach, weil mir Fleisch gut schmeckt, ich herzhaften Geschmack brauche und nur Salat, Suppen und Gemüse nicht mag. Fleisch-Ersatzprodukte schmecken mir. Da kommt mir das ‚Signor Verde‘ mit veganem Döner oder ‚Braten‘ gerade recht.
Außerdem verträgt mein Sohn Milch nicht gut und seit das festgestellt worden ist, kochen wir mit Sojasahne, Sojajoghurt und Reis-/ Sojamilch. Ich habe mich daran gewöhnt und finde Sojasahne-Saucen ebenso lecker wie Sahnesaucen, auch Sojapudding schmeckt. Nur Sojamilch pur /Soja-Eigengeschmack mag ich immer noch nicht. Jedenfalls setze ich mich mit Ersatzprodukten anders auseinander als früher.
Ich war also ziemlich gespannt, als ich das ‚Signor Verde‘ betrat.
Rechts ist eine Theke, links stehen Sessel und dann geht es lang nach hinten durch, vorbei an einer gemütlichen Nische mit Eckbank für größere Gruppen. Hinten stehen gemütliche Sofas mit Leuchten und ein Klavier. Also eher Cafe- als Restaurantatmosphäre, was mir sehr gut gefällt. Es ist etwas dunkel und in den Fenstern sind Muster aus buntem, überwiegend grünem Glas. Eine urige Mischung aus Irish Pub und Cafe Duddel. Ich mag beides. Wer hellere Locations mag, wird sich hier vielleicht nicht so wohl fühlen. Wenn es (denn mal) Frühling wird, wären ein paar Außenplätze schön. Für Abends finde ich die Schummrigkeit sowieso perfekt, aber leider hat das Cafe nur bis 22Uhr geöffnet (bisher). Es findet aber regelmäßig eine vegane Cocktail night mit open end statt.
Da war ich mit Freundinnen und der Laden war ziemlich voll. Wir hatten köstlichen Pina Colada getrunken und hätten es nicht herausgeschmeckt, dass er vegan ist, wenn wir es nicht gewusst hätten.
Auch der Milchkaffee war lecker. Der Latte Machiatto schmeckte mir hingegen zu sehr nach Soja. Ansonsten habe ich bisher noch nichts gegessen, weil ich gerade pleite bin. Nächsten Monat werde ich im ‚Signor Verde‘ essen gehen und berichten.
Wenn ich bei Facebook (http://www.facebook.com/signor.verde) Fotos von veganer Schwarzwälder Kirschtorte, Käsekuchen, Cupcakes oder Semmelknödel mit Champignon-Rahm-Geschnetzeltem sehe, läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen.
Kind darf wegen der Kuhmilchunverträglichkeit nur Sorbeteis essen. Wenn es endlich warm wird, will ich mit ihm Eis essen gehen, auch mal einen Eisbecher. Im ‚Signor Verde‘ soll es demnächst milchfreies Vanille- und Schokoeis geben und auch Eisbecher wie Spaghetti- oder Erdbeerbecher! Spätestens im Sommer sind wir dann Stammgäste.

Ich würde ‚Signor Verde‘ nicht nur Veganern empfehlen, sondern auch Menschen mit Kuhmilchunverträglickeit/Laktoseintoleranz, natürlich Vegetariern, allen, die weniger tierische Produkte essen wollen oder sich für veganen Lebenswandel interessieren und auch ganz normalen Allesessern. Denn das, was ich bisher probiert habe, war lecker und auch die Atmosphäre fand ich jedesmal nett und einladend.

Signor Verde
Otto-Fischer-Str.1
50674 Köln
geöffnet: di – fr 10.00 – 22.00 uhr & sa 11.00 – 22.00 uhr & so 11.00 – 18.00 uhr

Frozen Yogurt in Köln!

Es ist endlich wärmer und somit endgültig Eiszeit! (Wobei ich mir 1. nicht sicher bin, ob es diesmal wirklich warm bleibt und 2. für mich immer Eiszeit ist.)
Wie auch immer – Es geht hier auch gar nicht um Eis, sondern um etwas viel Köstlicheres: FROZEN YOGURT

In Köln hat vor kurzem der erste Frozen Yogurt Shop eröffnet – Foxberry frozen Yogurt in der Kettengasse 4 (Nähe Ehrenstraße).
Ich wollte eigentlich mit einer Freundin im Eiscafe Breda am Rudolfplatz Eis essen gehen, doch sie schleppte mich zu Foxberry, was sich als eine sehr gute Idee herausstellte.
Der Laden ist sehr schön eingerichtet – schlicht, elegant und trotzdem klein und gemütlich. Auch von der Einrichtung her eine super Alternative zum 80-er Jahre – Stil von herkömmlichen Eiscafes.
Wir wurden total nett empfangen und bekamen Probebecher Frozen Yogurt, die ganz schön groß für Probierportionen waren. Selbst mein Baby bekam einen angeboten.
Wir probierten – Der Frozen Yogurt hatte das Aussehen und die Konsistenz von Softeis, schmeckte aber nach Naturjoghurt . Uns wurde erklärt, dass Frozen Yogurt diese Konsistenz durch natürliche Verdickungsmittel erhält. Wir waren begeistert von dem erfrischendem Joghurteis und bestellten eine richtige Portion. Dazu konnten wir von 16 Toppings auswählen. Es gab rote Grütze, Schokostreusel, frische Erdbeeren, Mango und und und… aber als ich die großen und knackigen Blaubeeren sah,wusste ich, was ich wollte. Für zusätzliche 40 Cent bestellte ich Käsekuchenstückchen als zweites Topping. Die Kombination war umwerfend, von daher setzten wir uns auf die gemütliche Bank und der Kellner erzählte uns, dass er und seine Mitarbeiter auf einer USA-Reise auf die Idee gekommen waren, einen Frozen Yogurt-Shop in Köln zu eröffnen, denn in den USA ist Frozen Yogurt genauso verbreitet wie normales Eis.
Sehr gute Idee!! Ich habe jetzt ständig Frozen Yogurt-Phantasien, denn der säuerliche Joghurtgeschmack und die süßen und/oder frischen Toppings ergeben eine so leckere und so erfrischende Kombination.
Allerdings muss ich sagen, dass ich sowieso Joghurteis liebe. Wer keinen Joghurtgeschmack mag, wird vielleicht Frozen Yogurt auch nicht lecker finden. Oder aber doch – bei den vielen unterschiedlichen Toppings! Einen Versuch ist es allemal wert.
Ich werde diesen Sommer jedenfalls noch oft zur Kettengasse pilgern – ob bei gutem oder schlechtem Wetter! Wenn es warm wird, ist Frozen Yogurt erfrischender als Eis. Und wenn es kalt wird – dann kann eine Portion Frozen Yogurt immerhin darüber hinwegtrösten!

Foxberry Frozen Yogurt
Kettengasse 4
50672 Köln
Öffnungszeiten:
Mo – Sa. 11 – 21 Uhr

http://www.facebook.com/pages/Foxberry-Frozen-Yogurt/114856148527282